We prepare you on board on land and at sea...
            We prepare you on board on land and at sea...

Raucher - Sackgassen

Rauchen beeinträchtigt Protein-Schredder Immunoproteasom für Zielgenaue Hemmung                                 

"Sie haben das Ziel verfehlt"

 

 
Einführung
 
In der Zelle existieren zwei verschiedene Orte des Proteinabbaus: die Lysosomen und die Proteasomen.

Lysosomen, hier werden exogene Proteine und Krankheitserreger (Bakterien, Pilze, Parasiten) abgebaut. Proteine also, die durch Endocytose in die Zelle gelangen. Diese werden dann durch lysosomale Proteasen (Cathepside) im Inneren der Lysosomen zerlegt. Dieser Vorgang ist unspezifisch: alle Proteine, die in das Lysosom gelangen, werden auch zerstört.

Proteasomen, diese Komplexe bauen endogene, cytoplasmatische und auch entartete Proteine ab. Sie sind das Kernstück einer ganzen Maschinerie, die es bewerkstelligt, daß abzubauende Proteine hochspezifisch erkannt werden.
 

Abbau der Proteine, die Proteine, die abgebaut werden sollen, müssen mit Ubiquitin markiert werden. Ubiquitin ist ein kleines Protein, 75 Aminosäuren lang, dessen Name von der Tatsache herrührt, daß es in allen Eukaryontenzellen, also Zellen mit einem Zellkern, vorkommt (lat. ubique = "überall").

 

Physionomie

 

Zur Sicherung der Qualität der Proteine entwickelte sich im Laufe der Evolution ein mehrstufiges System, das in drei Phasen abläuft. [s.a. Wikipedia.org]

Das Proteasom (auch: Macropain) ist ein Proteinkomplex von 1700 kDa, der im Cytoplasma und bei Eukaryoten auch im Zellkern Proteine zu Fragmenten abbaut und daher zu den Peptidasen (auch Proteasen) zählt. Das Proteasom ist ein Bestandteil der; Proteinqualitätskontrolle im Sinne eines zelluäreren Schutzmechanismus. Jede Zelle besitzt ca. 30.000 Einheiten In jeder Eukaryotenzelle, aber auch in Archaebakterien und Bakterien

Physiologie

 

Das Immunoproteasom dient dem Abbau von zellfremden Eiweißmolekülen, wie sie etwa bei einer Virusinfektion vorliegen. Seine Funktion ist mit einem zellulären Schredder vergleichbar. Die dabei entstehenden Proteinstücke werden gezielt dem Immunsystem präsentiert, welches spezifische Abwehrmaßnahmen vorbereitet. Ein Forscherteam um PD Dr. Silke Meiners vom Helmholtz Zentrum München fand nun heraus, dass Rauchen diesen Schutzmechanismus des Immunsystems entscheidend behindert.

„Bei Experimenten mit Immunzellen konnten wir beobachten, dass Zigarettenrauch die Aktivität des Immunoproteasoms vermindert“, so Erstautorin Ilona Kammerl. „Dadurch funktioniert das Präsentieren der zerkleinerten Proteinschnipsel gegenüber dem Immunsystem schlechter und die spezifische Immunantwort wird abgeschwächt.“ Zudem wiesen Lungen von COPD-Patienten geringere Mengen an Immunoproteasomen auf. Endstadium COPD Lungen zeigten deutlich beeinträchtigte Immunoproteasom - Aktivitäten.

 

Pathophysiologie:

 

Zigarettenrauch vermindert die Aktivität des Immunoproteasoms. Zudem weisen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) verringerte Immunoproteasom-Level auf. Dies könnte dazu beitragen, dass COPD-Patienten anfälliger gegenüber Atemwegsinfekten sind.    

 

Fazit

 

„COPD-Patienten erleben bei einer viralen Infektion häufig eine akute Verschlechterung der Lungenfunktion, von der sie sich oft nicht vollständig erholen. Dies deutet darauf hin, dass die spezifische Immunantwort gegenüber viralen Erregern in diesen Patienten vermindert ist. Unsere Daten weisen erstmals darauf hin, dass dies mit einer durch Zigarettenrauch verminderten Immunoproteasom-Aktivität zusammenhängt“, unterstreicht Studienleiterin Meiners.

 

Originalpublikation:

 

Impairment of immunoproteasome function by cigarette smoke and in COPD
Ilona Kammerl et al.; American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine; 2016

First Aid Education

Leipzig

Kontakt-Terminvereinbarung via E-Mail

 

 

oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Med. Ausb. First Aid Education E-Mail uls1805@gmail.com