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Schlafapnoe

Stimulierung des Hypoglossus-Nervs

Volksrankheiten im Wandel der gesellschaftlichen Entwicklung  Obstruktive Schlafapnoe OSA / CPAP Überdruckbeatmung & Zungenschrittmacher

„A-Pnoe“ bedeutet so viel wie " ohne Atem".

 

Nervus hypoglossus

von griechisch: hypo - unter; glossa - Zunge, Sprache
Synonyme: Nervus XII, 12. Hirnnerv, Unterzungennerv, Zungenschlundnerv

 

 

Die zentralnervöse Kontrolle des Muskeltonus der oberen Atemwege schützt uns im Wachzustand davor. Schlafen wir ein, so erschlaffen sämtliche quergestreiften Muskeln des Körpers mit Ausnahme der Herz- und der Zwerchfellmuskulatur. Bei mehr als 20% der erwachsenen Bevölkerung entstehen dann Schnarchgeräusche, und bei 2-4% tritt sogar ein rezidivierender (wiederkehrender) Verschluss der oberen Atemwege auf.

 

Obstruktive Schlafapnoe (OSAS)

 

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ist die häufigste Form der Schlafapnoen. Während des Schlafs erschlaffen die Muskeln des weichen Gaumens, der sich zwischen hinter dem Gaumenzäpfchen befindet, und die Zunge fällt zurück. Dadurch verschließen sich die Luftwege teilweise oder vollkommen und der Schlafende bekommt zu wenig oder gar keine Luft mehr.

Durch die ausbleibende Atmung sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxämie) und es kommt zu einer Mangelversorgung des Gewebes. In der Folge startet der Körper eine „Weckreaktion“. Er aktiviert abrupt die Atemmuskeln von Zwerchfell und Brustkorb, auch das Herz erhöht seine Leistung und der Blutdruck steigt. Der Schlafende wacht dabei meist kurzzeitig auf. Dieses durch die Schlafapnoe verursachte Aufwachen nennen Mediziner „arousal“. Setzt die Atmung anschließend wieder ein, folgen meist mehrere tiefe Atemzüge. Die Atemstillstände können zehn Sekunden bis zwei Minuten dauern und bis zu 100-mal pro Nacht auftreten. Der Betroffene kann sich am nächsten Morgen meist nicht mehr daran erinnern, dass er nachts wegen Sauerstoffmangels aufgewacht ist.

netdoktor.de

 

Es handelt sich um obstruktive Schlafapnoe-Patienten. Ein wesentlicher Faktor in der Entstehung dieser Erkrankung ist in der Abnahme des Muskeltonus während des Schlafes zu sehen. Der wichtigste Schlundöffner und zugleich am leichtesten zugängliche Muskel ist der M. genioglossus (Kinn-Zungenmuskel). So nimmt es nicht Wunder, zur Therapie der schlafbezogenen Atmungsstörungen eine Tonuserhöhung des M. genioglossus herbeizuführen.

 

Prinzipiell existieren dabei zwei Möglichkeiten:

 

a) der Muskel wird synchron zur Atmung während der Inspiration tonisiert (vermehrt gekräftigt), was eine aufwändige Steuerung voraussetzt;

 

b) der Grundtonus des Muskels wird durch ein Muskeltraining während des Tages und/oder während der Nacht angehoben. In Deutschland sind bisher lediglich Geräte zur direkten Stimulation der Zungenmuskulatur erhältlich.

 

 

HISTORIE; Erfolgreiche Behandlung von Schlafapnoikern durch die Elektrostimulation des M. genioglossus am Tage. (Zungenmuskeltraining ZMT)

 

1977 veröffentlichte eine Gruppe der Universität Göttingen erstmalig die erfolgreiche Behandlung von Schlafapnoikern durch die Elektrostimulation des M genioglossus am Tage. Eine Elektrode wurde hierbei submental auf die Haut geklebt, die zweite Elektrode auf die Schleimhaut des Mundbodens gelegt, so dass der M. genioglossus in einem möglichst großen Maße von den elektrischen Feldlinien erfasst wurde. Es zeigte sich, dass bei einigen Patienten nach ein bis zwei Monaten täglicher Muskelstimulation für jeweils ca. eine halbe Stunde die Anzahl der Atempausen während des Schlafes deutlich zurückgegangen waren. Eine zusätzliche Stimulation während der Nacht wurde nicht durchgeführt. Seit November 1998 wurde das Verfahren im klinischen Einsatz weiter entwickelt und erprobt. Der Muskelstimulator ApnoeStim® weist zwei Programme auf: Programm 1 stimuliert den Muskel in einer Frequenz von 50 Hz über 10 Sekunden, bei Programm 2 werden 35 Hz über 5 Sekunden mit 10 Sekunden Pause angewendet. Die Impulsbreite beträgt jeweils 200 Mikrosekunden. Die Patienten wenden die Muskelstimulation zweimal am Tag für jeweils 20 Minuten während einer Dauer von 8 Wochen an. Bei diesem Zungenmuskel- Training (ZMT®) soll der M. genioglossus gekräftigt werden, um ein Zurücksinken der Zunge im Schlaf zu verhüten. Es wurden bisher mehr als 100 Patienten mit diesem Konzept behandelt.

pib-zentrum.de Dez. 2001

 

 

Historie; Mittels elektrischer Stimulierung des Hypoglossus-Nervs durch den Einbau eines „Zungenschrittmachers“ konnte bei den meisten Studienteilnehmern die Anzahl der Apnoe- und Hypopnoe-Episoden während des Schlafs deutlich gesenkt werden.

 

„Die Methode scheint laut den Ergebnissen zumindest bei ausgewählten Patienten gut zu funktionieren. Doch sie steckt noch in den Kinderschuhen und wird die CPAP-Therapie in Zukunft sicher nicht ablösen“, sagt Dr. Barbara Hortian, Leiterin des Schlaflabors am Zentrum für Innere Medizin des Klinikum Rostock.

 

Der jetzt verwendete Zungenschrittmacher unterscheidet sich jedoch deutlich vom Apnoestim-Verfahren. Bei einem operativen Eingriff, der im Mittel 140 Minuten dauert, wird den Patienten ein Neurostimulator unterhalb des Schlüsselbeins eingesetzt. Eine Fühlereinheit zwischen den Rippenmuskeln misst die Atembewegungen, eine Stimulationselektrode wird auf dem Hypoglossus-Nerv platziert. Diese sorgt dafür, dass der Zungenmuskel nicht erschlafft und die Atemwege frei bleiben. Das Gerät wird vor dem Schlafengehen angestellt und morgens wieder abgeschaltet.

 

Die Schrittmachertherapie sieht er zur Zeit nur als zweite oder dritte Alternative.

 

Die Beatmungstherapie mit der CPAP-Maske gilt derzeit als der Goldstandard für die Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe. Ein wichtiger Faktor, bei dem zuerst angesetzt werden müsse, sei zudem das Körpergewicht. Die Betroffenen seien zu 80% übergewichtig, so die Ärztin, die seit 20 Jahren in der Schlafmedizin arbeitet. „Abnehmen ist die beste Methode gegen die Schlafapnoe, aber leider machen die wenigsten hier mit!“

medscapemedizin.de/ Dr. Barbara Hortian

 

 

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